Donnerstag, 24. april 2008
ich knüpfe natürlich dort an wo ich mit schreiben aufgehört habe.




Robert und Ela bezogen ca. ein halbes Jahr später ihre gemeinsame Wohnung. Und als er die Kinder mal wieder für mein "Kinderfreies Wochenende"(habe ich mir zu beginn der Trennung einfallen lassen und es klingt bis heute immer noch sehr entspannend,durch atmen mal nichts tun,kein Gemecker und keinen Streit,es gibt nichts schöneres) abholte.Teilte er mir mit das er Post vom Jugendamt bekommen hätte.
Ich schaute ihn etwas verwundert an,da ich ja zuerst an unsere gemeinsame Tochter denken musste.
Er meinte nein,es ginge um Lisa und das die Mutter weggezogen sei. und dieses Jugendamt nun nicht mehr zuständig sei.
Ich konnte mir natürlich einen den passenden Kommentar dazu nicht verkneifen.
Zu ändern war ja nichts mehr. So geriet die Sache erst mal wieder in Vergessenheit.

Der nächste Höhepunkt kam dann 2002 von meiner Seite.
Susan wurde eingeschult, sie war so stolz.
In der zweiten Schulwoche kam Susan mit einer Hausaufgabe nach Hause.
Ein Stammbaum sollte erstellt werden. *schluck*
Wir haben zwar nie ein Geheimnis draus gemacht. Das Susan einen Erzeuger hatte aber das war bei uns nie wirklich ein Thema da ja Robert immer da war und für ihre Sorgen und Ängste ein offenes Ohr hatte.
Egal. Wir legten die Hausaufgaben erst mal zur Seite. Und gingen ins Wohnzimmer,ich erklärte ihr dass das mit "ihrem" Papa mit ihrem auch nicht mehr geklappt hat so wie bei Robert und das es besser war das wir auseinander gegangen sind.
Das erste was von ihr kam war "toll dann hab ich ja zwei Papa's" und das zweite kam gleich danach. "und wieso kommt der andere nicht auch her"?
Letztere frage konnte ich ihr leider nicht beantworten. Und gab es auch so wieder.
Ich fragte sie ob sie ihn denn gerne mal kennenlernen möchte.
Ich selbst wusste zwar nicht wo er wohnte.Aber das Jugendamt sollte es ja möglich machen können das sie mit ihm in Kontakt standen.
Aber sie verneinte erst mal.
Da Susan immer gerne bei ihrer Uroma geschlafen hat,hat sie dies erst mal mit ihr besprochen und sie gebeten mit mir zu sprechen(sie ist bis heute ein kleiner Feigling, besser passt doch zurückhaltender).
Nun wussten alle Bescheid.
Und jetzt überschlugen sich die Ereignisse.
Es war in der Woche Robert hatte die Kinder bei sich.Da er nicht anders frei hatte.
Ich wieder zu Hause angekommen. Wollte meinen Kinderfreien Tag schön geniessen.
Klingelte es am Nachmittag an meiner Tür. Martin, Susan Vater. Meine Überraschung stand mir ins Gesicht geschrieben. Er fragte ob er wieder gehen solle. "Quatsch,los komm rein"
Ich erklärte ihm die ganze Geschichte. Das Susan immer Bescheid gewusst hatte.Und jetzt durch diese Stammbaum Hausaufgabe ihr Interesse nicht gerade gering sei und ich eigentlich am nächsten morgen zum Jugendamt wollte.
Ich fragte ihn warum er so lange nichts von sich hören gelassen hat.
Er erklärte mir das so, er wusste ja nicht was ich über ihn bei Susan (wegen schlecht redens etc.)gesagt hat,dann das ich ja damals in einer neuen Partner und dann noch schwanger gewesen bin.
Theoretisch war der Grundgedanke ja nicht verkehrt. Aber Praktisch ist er voll daneben gegangen.
Wir besprachen noch allerhand andere Sachen.Und verblieben. das er das nächste mal ruhig vorbei kommen kann wenn Susan da ist.
So kam es auch.
Die beiden blieben erst im Wohnzimmer. und dann wollte Susan ihm das Kinderzimmer zeigen und dort mit ihm spielen,Sharon hatten die beiden im Schlepptau, sie war ja damals gerade mal 4jahre.
Ich blieb im Wohnzimmer,da die beiden sich gleich mehrere Jahre nicht gesehen haben.
Aber auch dieser Tag sollte sich dem ende neigen. So verblieben Susan,Martin und ich, das er sie mal abholt zum Rad fahren.
Nur aus dem Radfahren ist nichts geworden da er sich nicht mehr meldete. Eine Woche fragte Susan wann er denn kommt. Was ich leider nicht beantworten konnte. Ich fragte sie ob ich jetzt mal beim Jugendamt nachfragen solle, was wie verneinte. Mit der Begründung das Robert Papa wenigstens immer für sie da sei.


Das nächste Ereignis sollte 2005 stattfinden. Robert bekam mal wieder Post vom hiesigen Jugendamt. Hellen und Lisa wohnten wieder in Rüsselsheim.
Wir nahmen es alle zur Kenntnis mehr aber auch nicht.
Es kam der 25. September das ist der Geburtstag von Sharon (die nun ja mittlerweile auch in der Schule ist). Wir saßen alle zusammen beim Kaffeetrinken.
Und auf einmal sagte das Geburtstagskind, sie hätte ihre Schwester gesehen und mit ihr gesprochen.
Sie wusste natürlich auch das sie noch eine Halbschwester hat. Und dachten erst an einen Scherz.
Sharon erzählte uns das Lisa's Mutter in der Schule für die Essensausgabe(1euro job)zuständig sei.und ihr Sharon gezeigt hätte mit der Betonung das es ihre Schwester sei.


Und jetzt wird es verzwickt. Denn 1.wieso sagt und zeigt eine Mutter, die ja ein Feindbild gegen wirklich jeden aufbaut.der anderer Meinung ist wie sie.dem Kind die Schwester?
Das Kinder neugierig sind ist klar und das sie dann auf Sharon zugeht kann sich auch eine Mutter ausmalen(ich muss nun aber auch dazu sagen das diese Frau mittlerweile an einer Psychose leidet,wenn nicht sogar schon seit der Trennung nur wurde es da noch nicht erkannt). 2. Lisa dann auch mal ihrem Vater sehen möchte ist auch klar.

Aber nun weiter.
Die Kinder tauschten sich in Sharons Mittagspause aus. Da Robert, Lisa nun ja auch mal sehen wollte. Sie verabredeten sich an einem Kinderfei von mir in der Stadt. Da Robert nicht alleine hinwollte.
Wohlweislich verlief das alles erst mal hinter Hellens Rücken. Sie erzählte Robert das ihre Mutter nichts mehr von damals hatte. Auch keine Anwaltsbriefe, diese waren ja Beweis genug.Das die Mutter alles verhinderte hatte und das Erfolgreich.
Das zweite Treffen sollte bei mir stattfi
nden. Da Lisa nur 5minuten von mir weg wohnte.

Man war sie groß geworden. Ich hatte sie ja als Knirps in Erinnerung.
Sie sagte das sie sich noch an mich erinnern könne.Und wie sie mit Susan und mit ihrem Papa damals in der anderen Wohnung im Kinderzimmer gespielt hatten.
Und das Susan einen roten Staubsauger gehabt hat. Robert schaute mich an und ich bejahte es.
Da waren sie gerade mal 2 Jahre alt.
Unglaublich.
Lisa erzählte einwenig von zu Hause. Und das sie einmal sitzen geblieben ist(was ja nicht weiter schlimm ist,da auch Susan eine Ehrenrunde gedreht hat allerdings auf dem Gymnasium) nur war es bei ihr nicht das sie den Unterrichtsstoff nicht verstanden hat sondern weil sie so selten in der Schule war. Nur nicht weil sie krank war, sondern weil die Mutter in ihren Vorstellungen immer noch von Robert verfolgt werde.
Der aber mittlerweile sein eigenes Leben lebte.
Da klingelten bei mir sowohl bei Robert die Alarmglocken.
Aber wir ließen uns nichts anmerken.
Es entstanden auch ein paar sehr schöne Bilder mit den Kindern.
Die dann auch erst mal als letzte Erinnerung dienen sollte.

Lisa war noch einmal November bei uns. Sie fragte Sharon ob sie nicht mit auf ihre Schul Weihnachtsfeier mitgehen wolle.
Sie freute sich so sehr das ihre zweite große Schwester sie mitnehmen wollte.
Lisa,kam und holte sie ab und brachte sie auch wieder nach hause.
Alles ohne dass die Mutter die Mutter was von dem ganzen mitbekam.

Zwischenzeitlich hat sich Robert mit der Klassenlehrerin von Lisa kurz geschlossen und erfuhr so einiges, ihm standen Haare zu berge.
Bis dahin war Lisa nun stolz endlich ihren Papa ihren Schulkameraden vorstellen zu können. Da sie von ihnen gehänselt worden ist.
Die Lehrerin bestätigte Robert das Lisa nur unregelmäßig die Schule besuchte.
Aber sie es gut fände das er sich jetzt um sie kümmere.

Eines Nachmittags war Robert mit Lisa bei mir veradredet. Aber sie kam nicht. Er rief an und fragte ob ich ihn vergessen hätte. Ich sagte ihm das Lisa noch
gar nicht da sei.
Und er war besorgt. Ich hatte ihn eine Stunde am Telefon,da kam mir die Idee. Das ich mal vorbei gehen könnte.
Denn ich dachte nach 10 Jahren muss ja der ärger verflogen sein.
Aber es sollte alles ganz anders kommen.
Ich ging also rüber.
Klingelte und mir wurde auch aufgemacht. Als ich vor Tür stand und sagte das ich die Mama von Sharon sei und das die beiden verabredet seien. und ich nur fragen wollte wo Lisa bliebe. Fing das Geschrei durch die Tür an.
Ich solle verschwinden, etc. Ließ ich mir nicht zweimal sagen und ging.
Doch sollte es das nicht gewesen.
Sie lief auf den Balkon und keifte mich weiter an.
Ich blieb allerdings ruhig. Hab noch einmal angesetzt mit ihr zu reden.Aber da sie sich so in rage geredet hat.War alles hoffnunglos. Ich solle bloss nicht mehr dort hin kommen sonst würde mir ihre Freundin eine reinhauen.
So ging ich heim und telefonierte erneut mit Robert.

Ein paar Tage später Robert war bei Lisa in der Schule. Und hatte dort ein treffen mit der Lehrerin. Da Hellen seit dem Tage als ich bei ihr war, Lisa persönlich abholte. Trafen die Robert und Hellen aufeinander. Und das Theater war genauso groß bei ihr und mir.
Nur diesmal ging ihr Zorn auch Richtung Klassenlehrerin. Hellen wollte sie verklagen und die ganze Schule dazu.

Robert kam nach dem Termin direkt zu mir. Ich holte gerade meine Post aus dem Briefkasten und siehe da. Ich hatte einen Brief von der Polizei wegen einer Anzeige wg. Bedrohung und hatte einen Termin zur Stellungnahme.
Robert begleitete mich und ich schilderte meinen Sachverhalt.
Die Beamtin las uns nach meiner Aussage Teile der Anzeige vor.
Nur kam auch dort wieder raus. Das sie sogar für die Beamtin offensichtlich die Unwahrheit gesagt hat.
Worauf ihr mit einer Gegenanzeige konterte. Mehr hab ich auch nicht mehr mit der Sache zu tun gehabt.
Robert stand währenddessen wieder in regem Kontakt mit seinem Anwalt.
Hellen hatte mittlerweile eine Anwältin.
Nur das die Anwältin nach einiger zeit auf Roberts Seite stand,da auch für durch die widersprüchlichen aussagen der Mutter.Sie versuchte zu vermitteln und sogar auf die Mutter einzureden.
Da ihr Sorgerecht mittlerweile durch diverse Aktionen auf der Kippe stand.
Roberts Anwalt versuchte ein Eilverfahren herbeizuführen.
Was aber misslang.
Da der Richter nicht wirklich eine Notwendigkeit sah.
Unglaublich.
Stattdessen wurde das Jugendamt wieder eingeschaltet. Als Vormund für Lisa.
Da bei der Mutter eine Psychose Diagnostiziert worden ist.
Das ganze verlief auf freiwilliger Basis. Wenn die Mutter einwilligt eine Therapie zu machen, kann das Kind bei ihr bleiben.
Es wurde erneut eine Gutachterin eingeschaltet. Die durfte nur einmal in die Wohnung dann nicht mehr.

Die Gutachterin erzählte genau wie 10Jahre zuvor. Dass das Kind unter starkem Einfluss derMutter stünde und aufgrund dessen das mit dem Vater verneine.

Und da ist ein Gericht der Meinung man muss nicht eingreifen?
Sterben denn heute nicht schon genug Kinder?
Ich verstand auch diesmal das Urteil nicht.

Da das Jugendamt ja "theoretisch" die Hand drüber hatte. Hätte es ja eigentlich in Ordnung sein können. Praktisch allerdings sah es anders aus.
Kurz bevor das Jugendamt dann noch einschreiten wollte. Zog die gute Frau weg. Ins Saarland.
Also weit genug von Robert weg.
Und dort läuft es genauso weiter wie hier.
Alles freiwillig und Hellen macht alles nur sporadisch.
Robert hat mittlerweile resigniert.
Und wartet darauf das Lisa nun von alleine begreift was los ist.

Oder bis dann doch was passiert.













von lexxyluxx veröffentlicht in: Väter
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