Montag, 14. april 2008
Diesmal gibt es etwas mehr zu lesen :-)

Es kam mir alles so trostlos vor.
Ich fühlte mich allein. Einsam. Nutzlos. Negative Dinge versuchte ich von mir wegzuschieben, zu verdrängen.
Schob Rechnungen in Schubladen, versteckte sie regelrecht vor mir selbst(so wurde mein kleiner Schuldenberg etwas größer, ich sage etwas,denn viele Menschen haben durchaus einen viel höheren Schuldenberg als ich aber mir hat es gereicht, mich in ein tiefes Loch zu katapultieren) schlief schlecht
Ich ging nur noch selten vor die Tür.

Mit meinem ersten Antidepressiva und den Gesprächen mit meiner Psychologin, verging auch die erste Angst. Begann einen Teil meiner Briefe zu beantworten. Wieder am leben teil zu haben.

Wie gesagt mir ging es gut.
Nur machte ich einen verheerenden Fehler. Ich fühlte mich so gut das ich dachte ich brauchte das Medikament nicht mehr. Nahm es nicht mehr.

Der zusammenbruch sollte die Folge sein.
Mein damaliger Lebensgefährte und der Vater meiner Kinder haben mich zu meiner Psychologin gebracht. Vor lauter Angst weil ich einen Termin verpasst hab, hab ich gedacht sie wär jetzt "böse" auf mich (ja welch Unsinn, heute weiss ich es auch aber damals ging es mir richtig schlecht und ich hatte vor allem angst).

Meine Psychologin die das ganze geschehen ja mitbekam. Meinte zu mir ich solle mir überlegen ob ich vielleicht mit einem Betreuer  an meiner Seite nicht besser dran wäre. Sie klärte mich auch auf. Das dieser kein Vormund sei und er auch nichts machen würde was ich nicht wolle.
Ich muss auch sagen. Ich habe dem sofort zugestimmt.
Der Brief kam, so richtig schön amtlich ich musste zum Amtsarzt,der Vater unserer Kinder kam als Seelischerbeistand mit (der hat einiges mitgemacht). Wirklich gut ging es mir nicht und ich hatte ein mächtig flaues Gefühl im Bauch.

Der Arzt war ganz nett und hat auch gemeint das die Fragen die er mir gleich stellen werde nichts mit Schikane zu tun hätten aber er müsste sie mir stellen.
Und an einen Teil kann ich mich noch gut erinnern. Ich sollte mir merken: Blume,Auto,Kerze und noch irgendwas. Das hat auch funktioniert. Test 1 bestanden. Test2 rechnen (ohoh) plus und minus gemischt. Ich muss auch dazu sagen Mathe war noch nie meine Stärke und bevor der gute die Aufgabe fertig stellen konnte. Hab ich wie aus der Pistole geschossen geantwortet. Das ich nicht gut in Mathe bin und das nicht rechne weil das Ergebins sowieso ohne Taschenrechner falsch wäre. Und was diese Fragen meiner Krankheit zu tun haben? Was mir der arme Arzt ja nicht beantworten konnte.
Auf einmal war mein Kopf klar und ich habe über den Sinn oder Unsinn dieser Fragen nachdenken müssen.
Selbst mein Ex war erstaunt über meine klaren Antworten. Wir sollten dann noch einen moment im Warteraum warten. Da der Arzt noch was mitgeben wollte.
Er lachte mich an und meinte so kenn ich.
Selbst auf der Heimfahrt dachte ich über den Sinn dieser Fragen nach und kam nicht wirklich zu einem Entschluss.
Bis ich dann den besagten Termin beim Richter verging einige Zeit. Ich nahm fleißig meine Medikamente und mir ging es ja dann auch wieder besser.
Zwischendrin bekam ich noch Besuch von einem Sozialdingens(mir fällt der Ausdruck leider nicht mehr ein). Der dann auch noch mal etwas zu meinem zustand schreiben durfte.
Wie erwähnt mir ging es gut. So teilte ich ihm das auch mit und da ich mich wieder allein beschäftigen konnte. War ich selbst auch richtig überzeugt von mir selbst.
Jetzt kam der Termin beim Richter, ein sehr netter Mensch. Aber mir ging es ja so gut, das dem Richter ja nicht unverborgen blieb und so entschieden wir uns das ich keinen Betreuer bräuchte. Der Sozialdingens hat auch geschrieben das ich einen äußerst stabilen Eindruck mache.

Wie war das noch mal? Alle guten Dinge sind drei? Ja. Ich musste erst paarmal tief fallen damit ich begreife.

So ich hätte fast unsere Wohnung verloren.Und da wurde mir klar das kann nicht der Sinn des lebens für mich sein,mich ständig in meine eigenen Niederlagen hinein zu katapultieren zumal ich 2 süsse Mäuse habe und die so ein Leben nicht verdient hatten. Hab selbst in die wege geleitet das ich eine Betreuerin will.
Meine Psychologin hat auch nicht schlecht gestaunt als ich ihr mitteilte das ich das leben so nicht mehr möchte. Sie hat mir auch einen Brief für den Richter geschrieben. Das sie es befürworte.

Diesmal dauerte es auch nicht so lange bis ich einen Termin bei dem Richter hatte. Der auch nicht schlecht staunte das er mich so schnell wieder sah.
Wohlgemerkt mir ging es gut als ich vor dem Richter saß und er meinte, wieso jetzt da es mir ja auch nicht schlechter ging wie beim letzten mal.
Ich erzählte also die Geschichte noch mal. Mit der Wohnung mit der Post und das ich das nicht noch mal will. Er fragte mich noch ob es denn nicht ein Verwandter machen würde. Wo ich gegen argumentierte, das ich sehr überzeugend sein könne.Und trotzdem Post verstecken könnte oder ähnliches da es ja Bekannte seien.
Der Richter meinte dann gut. Aber ich soll es als Hilfe zur Selbsthilfe nehmen und mich nicht darauf ausruhen.das ich dann jemand hätte. Und das ich nicht entmündigt bin. Falls mir das angst machen sollte. Wir haben zusammen besprochen für was ich die Hilfe benötige.
Anders hab ich es auch nicht gesehen. Ich hatte erst bissl angst da ja juristische Mühlen langsam mahlen. Ich hatte trotzdem angst das ich vielleicht mit einem Zurückwurf wieder alles zunichte machte. Was ich mir langsam aufgebaut hatte.
Aber es ging auch diesmal recht fix. Und ich las auch das erste mal was der Amtsarzt geschrieben hatte.
Unter anderem das ich Schwierigkeiten hätte mich anzupassen. Und das ich mit meiner "momentanen Behinderung" ( so stand das wirklich in dem Brief) nicht in der Lage bin mich um einige Dinge zu kümmern.
Aber es stimmte ja.

Ich bekam eine Betreuerin eine ganz nette. Sie kam einmal im Monat. Fragte nach ob Anträge gekommen seien. Ob es irgendwelche Post gäbe die für mich unangenehm seien.
Aber dadurch da sie ja eine "fremde" war konnte ich offen mit ihr reden. Aber es lief.
Wie gesagt ich hatte und habe meinen Kampfgeist wieder gefunden.
Und nach 1 1/2 jahren war klar. Ich brauchte sie nicht mehr.
Was mir aber auch langsam klar wurde, da die Abstände in denen sie mich besuchte länger wurden.
Wir verblieben wie Freunde. Sollte doch noch mal ein schlimmes tief kommen.kann ich mich melden.
Ja ich machte im Februar einen Kurs mit und besitze nun einen Gabelstaplerschein(gebraucht hab ich ihn nicht)
Denn seit letztem Jahr im August bin ich Selbstständig und werde immer wieder damit konfrontiert das mal was nicht klappt.
Aber ich verschließe nicht mehr die Augen und will mich verstecken.
Ich trink dann einen Kaffee geh auf den Balkon rauch eine Zigarette und atme erst mal durch.

Und auch wenn ich mal wieder "nur" Hausarbeit mache. Lass ich mich davon nicht unterkriegen.Denn nutzlos oder weniger wert ist man deshalb noch lange nicht.
Ich gehe offen damit um und hab kein Problem mehr damit feinfühliger zu sein wie Mehrheit.

Und meine Tabletten nehme ich weiterhin(die ja keine die Welt ist so schön Tabletten sind, nicht das da falsche Vorstellungen in jemanden hoch kommen!) Und ich werde einen Teufel tun sie nochmals ohne ärtzlichen Rat abzusetzen.

So ich denke das war erst mal wieder genug.







von lexxyluxx veröffentlicht in: Depression
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Voir tous les articles

Über diesen Blog

Profil

  • : lexxyluxx
  • lexxyluxx
  • : weiblich
  • : 15.09.1975
  • : lesen Sport Kinder Katzen Hund
  • : ledig

Kategorien

Kalender

September 2008
M D M D F S S
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30          
<< < > >>
 
Blog : Entspannung auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden